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Fallbeispiel Schamgefühl und Leiblichkeit
Fallbeschreibung
Eine 30-jährige muslimische Frau mit guten Deutschkenntnissen geht zu einem deutschen Hausarzt; sie trägt ein Kopftuch. Als Grußgeste streckt der Arzt ihr seine Hand entgegen, woraufhin sie nicht mit derselben Geste reagiert, was den Arzt irritiert. Sie macht den Arzt darauf aufmerksam, dass sie ihre Hand aus ihrer religiösen Überzeugung heraus nicht geben möchte und zukünftig medizinisch unnötigen körperlichen Kontakt vermeiden will. Als sie zum nächsten Mal beim Hausarzt erscheint, geschieht dasselbe wie vorher.
Arbeitsfragen
- Stellt sich die Frau nur an und sollte sie sich den deutschen Sitten anpassen?
- Woran könnte es liegen, dass der Arzt den Wunsch der Frau beim nächsten Mal nicht erfüllt?
- Wie soll er sich in Zukunft verhalten?
Literatur
- Ilkilic, Ilhan: Der muslimische Patient. Medizinethische Aspekte des muslimischen Krankheitsverständnisses in einer wertpluralen Gesellschaft, Münster 2002, S. 79-82.
- Ilkilic, Ilhan: Der muslimische Patient. Zwei Fallbeispiele aus der transkulturellen Medizinethik, in: Ethik und Unterricht, 4/2001, S. 41.
- Lomen, Martin: Sünde und Scham im biblischen und islamischen Kontext. Nürnberg: VTR, 2003.
- Zimmermann, Emil: Kulturelle Mißverständnisse in der Medizin. Bern: Huber, 2000, S. 118-138.
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| Glossar |
A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W-Y, Z |
| Durchführung und Förderung |

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